Handlungsfeld

Beschaffung

Nachhaltige Beschaffung und bewusster Konsum schützen Umwelt, Ressourcen und Menschenrechte weltweit. Faire Arbeitsbedingungen, weniger Plastik, kurze Transportwege und langlebige Produkte helfen, Klima, Natur und Gesellschaft langfristig zu entlasten und eine gerechtere Zukunft zu fördern.

Nachhaltige Beschaffung – weltweite Auswirkungen unseres Handelns

Die Spuren, die unser Konsum weltweit hinterlässt, sind vielfältig. Beispiele dafür sind unter anderem die Beschleunigung der Klimaerwärmung, das weltweite Artensterben und das Plastikproblem: Einwegplastik, Mikroplastik aus Abrieb und synthetischen Fasern sowie langlebige Kunststoffabfälle belasten Ökosysteme, schädigen Tiere und gelangen über die Nahrungskette in den menschlichen Körper.

Alarmierend sind in diesem Zusammenhang auch prekäre Arbeits- und Lebenssituationen, die unser globales Wirtschaftshandeln häufig in anderen Teilen der Erde verursacht.

Bildunterschrift

Achtung ökologischer und sozialer Kriterien

Nachhaltigkeit spielt auch im Bereich der Beschaffung eine immer wichtigere Rolle. Unternehmen, Behörden und Organisationen kaufen täglich Produkte, Rohstoffe und Dienstleistungen ein. Dabei beeinflussen sie nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Umwelt und Gesellschaft. Nachhaltige Beschaffung bedeutet deshalb, beim Einkauf nicht nur auf den Preis, sondern auch auf ökologische und soziale Kriterien zu achten.

Ein wichtiger Aspekt der nachhaltigen Beschaffung ist der Umweltschutz. Produkte sollten möglichst ressourcenschonend hergestellt werden und wenig Energie verbrauchen. Außerdem wird darauf geachtet, dass Materialien recycelbar sind und Verpackungen reduziert werden. Kurze Transportwege und regionale Anbieter tragen ebenfalls dazu bei, CO₂-Emissionen zu senken.

Nachhaltiger Konsum bedeutet so zu konsumieren, dass sowohl heutige als auch zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse erfüllen können und dabei die Belastbarkeitsgrenzen der Erde nicht gefährdet werden. Im Focus stehen dabei einerseits die Reduzierung des Materialverbrauchs und anderseits die Beschaffung anhand von Kriterien der Nachhaltigkeit. 

Neben ökologischen Faktoren spielen auch soziale Bedingungen eine große Rolle. Nachhaltige Beschaffung bedeutet, Produkte von Unternehmen zu beziehen, die faire Arbeitsbedingungen einhalten und Menschenrechte respektieren. Dazu gehören angemessene Löhne, sichere Arbeitsplätze und der Verzicht auf Kinderarbeit. Viele Unternehmen arbeiten deshalb mit Zertifikaten und Siegeln, um nachhaltige Lieferketten sicherzustellen.

Auch die langfristige Nutzung von Produkten ist wichtig. Hochwertige und langlebige Produkte müssen seltener ersetzt werden und sparen dadurch Ressourcen und Kosten. Reparaturfähigkeit und Wiederverwendung gewinnen ebenfalls an Bedeutung.

Nachhaltige Beschaffung bietet viele Vorteile. Unternehmen können ihr Umweltbewusstsein zeigen, ihr Image verbessern und gleichzeitig Kosten sparen, zum Beispiel durch energieeffiziente Produkte. Zudem erwarten viele Kundinnen und Kunden heute, dass Unternehmen verantwortungsvoll handeln.

Fazit:

Nachhaltige Beschaffung ist ein wichtiger Schritt zu einer umweltfreundlicheren und gerechteren Wirtschaft. Durch bewusste Einkaufsentscheidungen können Ressourcen geschont, faire Arbeitsbedingungen unterstützt und langfristig nachhaltige Entwicklungen gefördert werden.