Die Perspektive Übermorgen

Auf der UN- Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro wurde 1992 zum ersten Mal Nachhaltige Entwicklung als internationales Leitbild anerkannt. Damit ist die Wahrnehmung dieses Themas deutlich in den Vordergrund getreten und auch auf nationaler Ebene folgten rechtliche Regelungen und Aktionen. Mit dem Projekt „Perspektive Übermorgen – Nachhaltig wirken in M-V“ sollen…

Das Projekt „Perspektive Übermorgen – Nachhaltig wirken in M-V“ startete am 1. September 2025 und ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Es zählt zum Programm „Nachhaltig wirken – Förderung gemeinwohlorientierter Unternehmen“, das durch Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der EU über ESF Plus gefördert wird.

Primäres Ziel des Projekts ist die Vernetzung mit anderen gemeinwohlorientierten Unternehmen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus, um voneinander und miteinander zu lernen.

Um in diesem Sinne gemeinsam Zukunft zu gestalten, haben sich zwei Projektpartner gefunden, der eingetragene Verein Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern und die Diakonie Westmecklenburg-Schwerin gGmbH.

Hintergrundinformationen

Agenda der Vereinten Nationen

Auf der UN- Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro wurde 1992 zum ersten Mal Nachhaltige Entwicklung als internationales Leitbild anerkannt. Knapp 180 Staaten verabschiedeten damals mit der sogenannten „Agenda 21“ das erste Maßnahmenpaket zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklung. Nach mehreren nachfolgenden Weltkonferenzen, auf denen dieses Maßnahmepaket überprüft, weiterentwickelt und konkretisiert wurde, wurde 2015 auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York die aktuellste Konkretisierung, die Agenda 2030, verabschiedet. Im Mittelpunkt stehen die 17 Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten 17 Sustainable Development Goals (SDGs). Diese geben den Rahmen, wie bis zum Jahr 2030 Armut und Hunger reduziert, Gesundheit verbessert, Gleichberechtigung ermöglicht, Frieden gesichert und der Planet geschützt werden kann. Sie sind sehr detailliert ausgearbeitet und umfassen insgesamt 169 Unterziele, s. Website der Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN).

Auf den Seiten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird die Agenda 2030 in drei Minuten erklärt und mit einem praktischen Umsetzungsbespiel greifbar, Video auf YouTube.

Im Sommer 2023 wurde Halbzeitbilanz gezogen mit einem ernüchternden Ergebnis: Lediglich 12 Prozent der Ziele werden mit den bisherigen Maßnahmen erreicht, bei 50 Prozent der Ziele gibt es nur mäßigen Fortschritt und bei 30 Prozent der Ziele keine oder sogar rückläufige Bewegung. Wir müssen also gemeinsam dazu beitragen, dass wir in den jetzt noch sechs verbleibenden Jahren die nötigen Maßnahmen ergreifen und ins Handeln kommen, um die 17 Ziele zu erreichen, s. Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern

Im Jahr 2002 wurde die erste Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet, die seitdem regelmäßig aktualisiert wird. Im März 2021 erfolgte die letzte Weiterentwicklung, s. Kurzfassung auf der Website der Bundesregierung.

Die Bundesregierung hat sechs Transformationsbereiche benannt, in denen maßgebliche Fortschritte erzielt werden müssen, um die 17 Ziele der Agenda 2030 zu erreichen:

Als Steuerungsinstrument enthält die Strategie 75 Indikatoren und Ziele in 39 Bereichen. Regelmäßig wird über den Stand der Umsetzung berichtet, s. Website des Statistischen Bundesamts.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde 2020 der „MV Zukunftsrat“ einberufen, der als unabhängiges Beratungsgremium Empfehlungen für ein nachhaltiges, digitales und gemeinwohlorientiertes Mecklenburg-Vorpommern erarbeitete. Das entsprechende Dokument wurde im März 2021 an die Landesregierung übergeben, s. Website der Landesregierung MV.


Seit Juni 2022 wird ein Landes-Klimaschutzgesetz M-V auch mit Bürgerbeteiligung entwickelt, das im Juni 2024 an den Landtag übergeben werden soll, s. Website der Universität Greifswald. Damit soll das Ziel des aktuellen Koalitionsvertrags, wonach das Land Mecklenburg-Vorpommern bis 2040 und die Landesverwaltung bis 2030 klimaneutral werden soll, erreicht werden.