Unser Netzwerk für nachhaltige Zusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern bringt Organisationen und Unternehmen zusammen, die nachhaltige Zukunftslösungen entwickeln wollen. Dazu bieten wir Ihnen eine Reihe unterschiedlicher Angebotsformate und Veranstaltungen:
Benchmarking
Benchmarking bedeutet, dass Unternehmen ihre Nachhaltigkeits- und Gemeinwohlleistungen mit anderen vergleichen, um von bewährten Praktiken zu lernen. Für gemeinwohlorientierte Unternehmen ist das besonders spannend, weil sie so ihre sozialen, ökologischen und ethischen Standards kontinuierlich verbessern können. Der Austausch fördert Innovation, stärkt die Transparenz und hilft, die eigene Wirkung für Gesellschaft und Umwelt messbar zu steigern. So wird nachhaltiges Wirtschaften noch wirkungsvoller.
Die Kooperationspartner unseres Projekts „Perspektive Übermorgen“ nutzen diesen Vergleich, um die eigene Nachhaltigkeitsbilanz zu verbessern und die Wirkung ihres Unternehmens im Sinne der Nachhaltigkeit zu steigern. Dazu vergleichen sie etwas Nachhaltigkeits- und Sozialstandards, tauschen sich zu bewährten Praktiken für gesellschaftliches Engagement aus, bewerten ihre Wirkungen auf Umwelt und Gemeinschaft oder lernen von erfolgreichen Modellen zur Förderung von Transparenz und ethischem Handeln.
Netzwerktreffen
Die regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen organisieren wir für den fachlichen Austausch der Kooperationspartner. Dabei steht das voneinander Lernen im Mittelpunkt: Hier erfahren Sie etwa Wissenswertes zu Umsetzungserfordernissen gesetzlicher Regelungen, profitieren von Erfahrungen aus konkreten Projekten oder lernen neue Umwelttrends kennen.
Durch den Austausch von Erfahrungen und die Durchführung von Benchmarking Prozessen können die Teilnehmenden ihre Nachhaltigkeitsstandards vergleichen. Im Ergebnis können sie bewährte Praktiken übernehmen und gemeinsam neue Impulse setzen. So stärken wir die Vernetzung vor Ort und fördern nachhaltiges Handeln mit messbarer Wirkung. Ein solcher Benchmarking Partner ist zum Beispiel die Diakonie Westmecklenburg-Schwerin gGmbH, die bereits in verschiedenen Handlungsfeldern Erfahrungen sammeln konnte.
Fachkreise
Wir betreuen Fachkreise der Handlungsfelder Beschaffung, Bildung, Ernährung, Immobilien, Kommunikation, Mobilität und Sonstiges Im Rahmen des Netzwerks bieten unsere Fachkreise eine digitale Plattform für den gezielten Austausch zu spezifischen Nachhaltigkeitsthemen. Hier können Expertinnen und Experten sowie Interessierte gemeinsam Lösungen erarbeiten, Wissen teilen und aktuelle Herausforderungen diskutieren – flexibel und ortsunabhängig. Die Teilnehmer diskutieren hier zum Beispiel das Thema Fördermittel für Nachhaltigkeitsmaßnahmen, die Sensibilisierung der Unternehmensteams für das Thema Nachhaltigkeit und deren Verankerung im Qualitätsmanagement, Energiespartipps oder auch Möglichkeiten der Umsetzung von Ideen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Machen Sie mit und bringen Sie Ihre Expertise ein!
Workshops
In den Workshops von „Perspektive Übermorgen“ stehen praktische Methoden und konkrete Elemente aus den verschiedenen Feldern der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Teilnehmende lernen, wie sie nachhaltige Ansätze gezielt anwenden und in ihrem Arbeitsalltag umsetzen können. Wir organisieren diese Workshops für Sie und Ihre Mitarbeitenden zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Dies können zum Beispiel Workshops für Küchen-Teams sein, mit Rezeptideen für gesunde und pflanzenbasierte Zwischenmahlzeiten.
Newsletter
Mit unserem Newletter „Ü – wie Übermorgen“ informieren wir Sie regelmäßig zu aktuellen Themen und Entwicklungen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Gern stellen wir in unserem Newsletter auch unsere Kooperationspartner vor und freuen uns auf Ihren Beitrag!
Melden Sie sich gleich hier an und geben Sie diesen Link auch gern an Interessierte weiter!
Downloads
In unserem Download-Bereich stellen wir Ihnen unseren Kooperationsvertrag und Informationsmaterialien zur Verfügung. Bitte nutzen Sie diese gern und geben sie auch an Interessierte weiter.
Hintergrundinformationen und Linkliste
Wir haben in unserer Linkliste den Kontakt zu wichtigen Institutionen und Akteuren für Sie zusammengetragen. Bitte lassen Sie uns gerne wissen, wenn wir weitere aufnehmen sollten: Kontakt
Agenda der Vereinten Nationen
Auf der UN- Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro wurde 1992 zum ersten Mal Nachhaltige Entwicklung als internationales Leitbild anerkannt. Knapp 180 Staaten verabschiedeten damals mit der sogenannten „Agenda 21“ das erste Maßnahmenpaket zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklung. Nach mehreren nachfolgenden Weltkonferenzen, auf denen dieses Maßnahmepaket überprüft, weiterentwickelt und konkretisiert wurde, wurde 2015 auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York die aktuellste Konkretisierung, die Agenda 2030, verabschiedet. Im Mittelpunkt stehen die 17 Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten 17 Sustainable Development Goals (SDGs). Diese geben den Rahmen, wie bis zum Jahr 2030 Armut und Hunger reduziert, Gesundheit verbessert, Gleichberechtigung ermöglicht, Frieden gesichert und der Planet geschützt werden kann. Sie sind sehr detailliert ausgearbeitet und umfassen insgesamt 169 Unterziele, s. Website der Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN).
Auf den Seiten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird die Agenda 2030 in drei Minuten erklärt und mit einem praktischen Umsetzungsbespiel greifbar, Video auf YouTube.
Im Sommer 2023 wurde Halbzeitbilanz gezogen mit einem ernüchternden Ergebnis: Lediglich 12 Prozent der Ziele werden mit den bisherigen Maßnahmen erreicht, bei 50 Prozent der Ziele gibt es nur mäßigen Fortschritt und bei 30 Prozent der Ziele keine oder sogar rückläufige Bewegung. Wir müssen also gemeinsam dazu beitragen, dass wir in den jetzt noch sechs verbleibenden Jahren die nötigen Maßnahmen ergreifen und ins Handeln kommen, um die 17 Ziele zu erreichen, s. Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.
Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern
Im Jahr 2002 wurde die erste Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet, die seitdem regelmäßig aktualisiert wird. Im März 2021 erfolgte die letzte Weiterentwicklung, s. Kurzfassung auf der Website der Bundesregierung.
Die Bundesregierung hat sechs Transformationsbereiche benannt, in denen maßgebliche Fortschritte erzielt werden müssen, um die 17 Ziele der Agenda 2030 zu erreichen:
- Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten sowie soziale Gerechtigkeit
- Energiewende und Klimaschutz
- Kreislaufwirtschaft
- Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende
- Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme
- Schadstofffreie Umwelt
Als Steuerungsinstrument enthält die Strategie 75 Indikatoren und Ziele in 39 Bereichen. Regelmäßig wird über den Stand der Umsetzung berichtet, s. Website des Statistischen Bundesamts.
In Mecklenburg-Vorpommern wurde 2020 der „MV Zukunftsrat“ einberufen, der als unabhängiges Beratungsgremium Empfehlungen für ein nachhaltiges, digitales und gemeinwohlorientiertes Mecklenburg-Vorpommern erarbeitete. Das entsprechende Dokument wurde im März 2021 an die Landesregierung übergeben, s. Website der Landesregierung MV.
Seit Juni 2022 wird ein Landes-Klimaschutzgesetz M-V auch mit Bürgerbeteiligung entwickelt, das im Juni 2024 an den Landtag übergeben werden soll, s. Website der Universität Greifswald. Damit soll das Ziel des aktuellen Koalitionsvertrags, wonach das Land Mecklenburg-Vorpommern bis 2040 und die Landesverwaltung bis 2030 klimaneutral werden soll, erreicht werden.